Kennzahlen, Analyse & Management

Customer Effort Score: CES messen und Servicehürden erkennen

Der Customer Effort Score misst den wahrgenommenen Aufwand bei einer konkreten Aufgabe. Erfahre, wie du den CES korrekt erhebst, Servicehürden eingrenzt und Verbesserungen überprüfst.

Tim BurghardtTim Burghardt10 Min. LesezeitAktualisiert 17. August 2026
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Serviceweg mit sichtbaren Hürden und unnötiger Kundenarbeit

Eine Kundin möchte einen Fehler auf ihrer Rechnung klären. Sie sucht zunächst die passende Information, meldet sich an und startet einen Chat. Dort wird sie an einen anderen Kanal verwiesen und nennt bereits eingegebene Daten erneut. Am Ende wird die Rechnung korrigiert. Das Anliegen ist gelöst – trotzdem lag ein unnötig großer Teil der Arbeit bei der Kundin.

Kurzantwort: Der Customer Effort Score (CES) erfasst den wahrgenommenen Aufwand bei einer klar abgegrenzten Aufgabe oder Interaktion. Er zeigt, ob der Weg aus Kundensicht leicht oder anstrengend war; die Ursache muss anschließend mit weiteren Hinweisen untersucht werden.

Was der Customer Effort Score tatsächlich misst

Der CES misst, wie leicht oder aufwendig eine Person die Erledigung eines benannten Anliegens beziehungsweise eine definierte Interaktion wahrnimmt. Das kann eine Rechnungskorrektur, eine Rückgabe, eine Registrierung, ein Kauf oder die Lösung einer Supportanfrage sein.

Die Kennzahl bewertet weder automatisch die gesamte Kundenbeziehung noch objektiv die Qualität eines Prozesses. Zwei Personen können denselben Weg unterschiedlich anstrengend erleben. Umgekehrt kann ein Vorgang wenige Minuten dauern und trotzdem viel kognitive Arbeit verlangen, wenn Informationen unklar sind oder Unsicherheit über den nächsten Schritt besteht.

Bekannt wurde der Ansatz vor allem durch den 2010 veröffentlichten Beitrag „Stop Trying to Delight Your Customers“ in der Harvard Business Review. Die dort diskutierten Befunde beziehen sich auf Servicekontakte. Sie rechtfertigen keine pauschale Aussage, dass ein niedriger Kundenaufwand in jedem Kontext automatisch Loyalität oder Wachstum erzeugt.

Für die praktische Diagnose ist deshalb eine einfache Trennung hilfreich: Der CES bildet die subjektiv empfundene Leichtigkeit ab. Bearbeitungszeit, Klickzahl, Übergaben oder Wiederholungskontakte sind dagegen beobachtbare Prozesssignale. Beide Perspektiven können zusammenpassen, müssen es aber nicht.

Wo entsteht Aufwand, obwohl das Anliegen gelöst wird?

Kundenaufwand ist mehr als Wartezeit. Als redaktionelles Ordnungsmodell lassen sich mehrere Formen unterscheiden:

  • Orientieren und suchen: Zuständigkeiten, Anleitungen oder Kontaktwege müssen erst gefunden werden.
  • Verstehen und entscheiden: Bedingungen sind unklar oder Optionen kaum vergleichbar.
  • Eingeben und nachweisen: Informationen oder Dokumente werden verlangt, die nicht nachvollziehbar erscheinen.
  • Wiederholen und wechseln: Daten müssen erneut genannt oder Kanäle gewechselt werden.
  • Warten und mit Ungewissheit umgehen: Es fehlt eine belastbare Auskunft zum Status oder nächsten Schritt.
  • Kognitive und emotionale Belastung: Kund:innen müssen sich stark konzentrieren, widersprüchliche Aussagen auflösen oder ihr Anliegen wiederholt rechtfertigen.
  • Zugänglichkeit: Sprache, Bedienung oder fehlende Barrierefreiheit erschweren den Zugang.

Im Beispiel der Rechnungskorrektur entsteht die Reibung nicht erst beim Kontakt. Die Kundin übernimmt schon bei der Suche, Anmeldung und Auswahl des Kanals Arbeit. Der Wechsel und die erneute Dateneingabe verlängern den Weg zusätzlich. Die spätere Lösung macht diese Hürden nicht ungeschehen.

Nicht jeder Aufwand ist vermeidbar. Identitätsprüfung, Sicherheit oder rechtliche Nachweise können erforderlich sein. Entscheidend ist, ob die notwendige Arbeit verständlich gestaltet ist und ob vermeidbare Schleifen, Doppelungen oder Sackgassen hinzukommen.

Hypothetisches Beispiel

Kundenaufwand im gesamten Serviceweg

Eine Kundin möchte eine fehlerhafte Rechnung korrigieren.

Information finden
Den passenden Hilfeweg suchen
Anmelden
Konto aufrufen und Login bestätigen
Kontakt starten
Das Anliegen & die Daten eingeben
Kanal wechseln Aufwand
Vom Chat zum Telefon wechseln
Wiederholen Aufwand
Die Daten am Telefon erneut nennen müssen
Lösung erhalten
Die Rechnung wird letztendlich korrigiert
Sachliches Ergebnis
Das Anliegen wurde gelöst.
Erlebter Aufwand
Der Weg dorthin war unnötig aufwendig.

CES einrichten: Messpunkt, Frage, Skala und eine kurze Rechnung

Definiere zuerst den Vorgang, auf den sich die Antwort beziehen soll. Statt allgemein nach „dem Service“ zu fragen, benennst du beispielsweise die gerade abgeschlossene Rechnungsklärung. Erhebe den CES, sobald das Ergebnis beurteilbar ist und die einzelnen Hürden noch erinnerlich sind. Eine starre Frist ist dafür weniger wichtig als ein einheitlicher Messpunkt.

Gebräuchlich sind zwei Fragetypen: eine direkte Frage nach Einfachheit beziehungsweise Aufwand oder eine Aussage, der die befragte Person zustimmt. Auch methodische Übersichten zeigen unterschiedliche Fünfer- und Siebenerskalen; gerade deshalb müssen Frage, Endpunkte und Skalenrichtung gemeinsam dokumentiert werden.

Für das folgende hypothetische Beispiel lautet die Aussage:

„Das Unternehmen hat es mir leicht gemacht, mein Anliegen zu klären.“

Die Skala reicht von 1 = stimme überhaupt nicht zu bis 7 = stimme voll zu. Bei genau dieser positiven Polung bedeutet ein höherer Wert: weniger wahrgenommener Aufwand.

CES-Mittelwert = Summe aller gültigen Skalenwerte ÷ Anzahl der gültigen Antworten

Zehn Antworten lauten 6, 5, 7, 4, 6, 5, 6, 3, 7 und 5. Ihre Summe beträgt 54. Daraus ergibt sich:

54 ÷ 10 = 5,4 von 7

Die zehn Antworten veranschaulichen nur die Rechnung und sind keine Empfehlung für eine belastbare Stichprobengröße. Der Mittelwert als verbreitete Berechnung wird auch in der CES-Methodenerklärung der International Business Machines Corporation (IBM) beschrieben.

Wichtig zur Skalenrichtung: Bei einer direkten Aufwandsskala von 1 = sehr einfach bis 7 = sehr aufwendig wäre ein niedrigerer Wert besser. Ohne Wortlaut, Zahlenwerte, Endpunkte und Polung ist die Aussage „der CES ist gestiegen“ daher nicht interpretierbar.

Fehlende, abgebrochene oder technisch ungültige Antworten erhalten weder null Punkte noch automatisch den schlechtesten Wert. Dokumentiere Einladungen, gültige Antworten, Ausfälle und Berechnungsweise getrennt. Alternativ kann der Anteil vorab definierter Low-Effort-Antworten ausgewertet werden; Schwelle und Formel müssen dann offengelegt und dürfen nicht mit dem Mittelwert vermischt werden.

Einen universell guten CES-Wert gibt es nicht. Vergleichbar sind Ergebnisse nur bei gleicher Frage, Skala, Polung, Berechnung, Zielgruppe und einem hinreichend ähnlichen Vorgang. Stabile interne Zeitverläufe sind deshalb meist nützlicher als eine beliebige Benchmarktabelle.

Vom CES-Wert zum Hürdenprofil

Ein Mittelwert von 5,4 beschreibt noch keine Ursache. Ergänze die CES-Frage deshalb um die offene Folgefrage: „Was hat dir die Klärung unnötig erschwert?“ Gruppiere die Antworten anschließend nach der konkret beschriebenen Kundenarbeit – etwa „Information nicht gefunden“, „Angaben erneut gemacht“, „Zuständigkeit unklar“ oder „keine Rückmeldung zum Zwischenstand“.

Das Hürdenprofil verbindet diese Aussagen mit der CES-Verteilung vergleichbarer Vorgänge und passenden Prozesssignalen. Die folgende Darstellung ist eine Illustration, keine echte Kundenauswertung:

Stelle und KundenzielOffene BegründungCES- und ProzessspurVorläufige Hypothese und nächster Prüfschritt
Information zur Korrektur finden„Ich wusste nicht, wo ich anfangen soll.“Niedrige CES-Antworten häufen sich; Suche wird mehrfach neu gestartetAuffindbarkeit könnte die Hürde sein; Suchbegriffe und Einstiegsseiten prüfen
Vom Chat zum Telefon wechseln„Im Chat konnte niemand übernehmen.“Niedrige Werte bei diesem Kontaktgrund; auffällige KanalwechselFehlende Zuständigkeit möglich; Übergabegründe und Entscheidungsrechte prüfen
Rechnungsdaten erneut nennen„Ich musste alles noch einmal erklären.“Polarisierte Verteilung; wiederholte Eingaben im ProzessprotokollDaten gehen möglicherweise bei der Übergabe verloren; konkrete Fälle nachverfolgen
Auf die Korrektur warten„Ich wusste nicht, ob etwas passiert.“Niedrige Antworten zusammen mit StatusnachfragenFehlende Zwischeninformation möglich; Zeitpunkt und Inhalt der Rückmeldungen prüfen

Eine Häufung ist zunächst eine Hürdenhypothese, keine bestätigte Ursache. Erst wenn offene Begründungen und Prozessdaten dieselbe Spur zeigen, lohnt sich ein gezielter Veränderungstest.

Vom auffälligen CES zur prüfbaren Servicehürde

Ein auffälliger Wert ist ein Hinweis, noch keine bestätigte Ursache.

CES für einen bestimmten Vorgang ist auffällig
Frage, Skala oder Messpunkt verändert?
Ja
Messung zuerst wieder vergleichbar machen
Nein
Muster betrifft bestimmten Kontaktgrund?
Nein
Vorgang abgrenzen oder weitere Daten sammeln
Ja
Nennen offene Antworten dieselbe Hürde?
Nein
Aussagen prüfen und Hypothese vorerst offenlassen
Ja
Zeigen Prozessdaten dieselbe Spur?
Nein
Weitere Hinweise sammeln. Keine Ursache behaupten.
Ja
Konkrete Veränderung testen &
erneut messen

Welche Prozesssignale stützen oder widerlegen die Vermutung?

Passende Prozesssignale hängen von der vermuteten Hürde ab. Bei schwer auffindbaren Informationen können erfolglose Suchanfragen, wiederholte Seitenwechsel oder Abbrüche relevant sein. Bei Übergabeproblemen helfen Kanalwechsel, Weiterleitungsgründe und erneute Dateneingaben. Wiederholungskontakte und die Lösung beim ersten Kontakt – häufig als First Contact Resolution (FCR) bezeichnet – geben Hinweise darauf, ob ein Anliegen tatsächlich abgeschlossen wurde.

Auch Bearbeitungs- und Wartezeiten, Statusnachfragen oder Abbrüche können eine Spur stützen. Sie sind aber nicht selbst der CES. Eine lange Bearbeitung kann als wenig belastend empfunden werden, wenn der Status transparent ist. Ein kurzer Kontakt kann dagegen anstrengend sein, wenn die Person unter Zeitdruck unklare Entscheidungen treffen muss.

Betrachte deshalb nicht nur den Durchschnitt. Prüfe die Verteilung und frage, ob niedrige Werte bei bestimmten Kontaktgründen, Kanälen oder Gruppen auftreten. Derselbe Mittelwert kann aus ähnlich bewerteten Vorgängen oder aus zwei gegensätzlichen Lagern entstehen. Kleine Segmente sollten nicht überinterpretiert werden.

Wie reduzierst du Aufwand, ohne neue Hürden zu schaffen?

Verbessere nicht „den CES“, sondern die bestätigte Reibungsstelle. Aus der Hypothese „Daten gehen beim Kanalwechsel verloren“ wird beispielsweise ein überprüfbarer Ansatz: Bereits erfasste Angaben werden bei der Übergabe verfügbar gemacht; anschließend werden Wiederholungen und CES unter unveränderter Messmethode erneut betrachtet.

Jede Vereinfachung hat mögliche Zielkonflikte:

  • Weniger Authentifizierung kann den Ablauf verkürzen, aber Sicherheitsrisiken erhöhen.
  • Kürzere Texte erleichtern die Orientierung, dürfen wichtige Bedingungen jedoch nicht verschleiern.
  • Weniger Übergaben helfen nur, wenn die erste Stelle tatsächlich entscheiden darf.
  • Self-Service reduziert nicht automatisch Aufwand; ohne erreichbaren Menschen kann er zur Sackgasse werden.
  • Automatisierung spart Schritte nur dann, wenn sie den richtigen Kontext kennt und einen klaren Ausstieg ermöglicht.

Behalte deshalb Schutzanforderungen, Ergebnisqualität und Barrierefreiheit neben dem CES im Blick. Eine gute Änderung entfernt unnötige Kundenarbeit, ohne notwendige Kontrolle oder Unterstützung auf die Kundschaft zurückzuverlagern.

Wann kann der CES täuschen?

Der CES bildet nur die Antworten ab, die am gewählten Messpunkt eingehen. Abgebrochene oder nie gelöste Vorgänge erreichen die Befragung möglicherweise gar nicht. Werden nur erfolgreiche Abschlüsse betrachtet, kann der Service leichter erscheinen, als er für alle Betroffenen war.

Weitere Verzerrungen entstehen, wenn einfache und komplexe Anliegen vermischt, nur einzelne Kanäle erfasst oder Frage und Polung verändert werden. Auch Einladung, Messpunkt und Antwortbereitschaft beeinflussen den Rücklauf. Eine pauschale Mindestzahl gibt es nicht: Je kleiner und selektiver die Stichprobe, desto vorsichtiger solltest du Unterschiede und Segmente interpretieren.

Ein leichter Vorgang ist außerdem nicht automatisch ein gutes Ergebnis. Eine Kündigung kann sehr einfach sein, obwohl der Anlass unzufrieden macht. Umgekehrt kann notwendiger Aufwand in bestimmten Situationen akzeptiert werden. Eine große Untersuchung von mehr als 300.000 Serviceinteraktionen fand zwar im Durchschnitt einen negativen Zusammenhang zwischen Aufwand und Zufriedenheit, zeigte aber zugleich Unterschiede nach Kanal und Branche. Das unterstreicht, warum Wirkungsannahmen kontextbezogen geprüft werden müssen.

Eine CES-Befragung betrachtet eingeladene Antwortende an einem definierten Vorgang. Öffentliche Bewertungen enthalten dagegen spontan formulierte und selbstselektierte Erfahrungen. Better Reply kann wiederkehrende Reibungsthemen in solchen Bewertungen bündeln; sie werden dadurch aber weder repräsentativ noch Teil des CES und ersetzen keine Prozessdaten.

CES, CSAT oder NPS: Welche Entscheidung steht an?

Der Customer Satisfaction Score (CSAT) misst die Bewertung eines konkreten Erlebnisses. Der Net Promoter Score (NPS) erfasst die Weiterempfehlungsabsicht. Entscheide daher nicht nach Bekanntheit der Kennzahl, sondern nach der Frage, die du beantworten möchtest:

EntscheidungPassende Kennzahl
Ist die Aufgabe unnötig anstrengend?CES
Wie wurde das konkrete Erlebnis bewertet?CSAT
Wie steht es um die Weiterempfehlungsabsicht?NPS

Die Kennzahlen können sich ergänzen, sind aber nicht austauschbar. Ein Vorgang kann leicht und trotzdem unbefriedigend sein – oder anstrengend, obwohl das Ergebnis positiv bewertet wird.

Häufige Fragen zum Customer Effort Score

Ist beim CES ein hoher oder ein niedriger Wert gut?

Das hängt von der Polung ab. Bei einer Zustimmungsaussage wie „Das Unternehmen hat es mir leicht gemacht“ ist ein hoher Wert besser. Bei einer Skala von „sehr einfach“ bis „sehr aufwendig“ kann ein niedriger Wert besser sein. Dokumentiere deshalb immer Frage, Endpunkte und Richtung.

Nach welchen Servicevorgängen ist der CES sinnvoll?

Sinnvoll sind klar benannte und gerade beurteilbare Vorgänge, etwa Support, Rückgabe, Kauf, Registrierung, Onboarding oder Rechnungsklärung. Eine allgemeine Beziehungsbewertung ist nicht der typische Einsatzzweck des CES.

Kann ein guter CES trotz vieler Wiederholungskontakte entstehen?

Ja. Der CES erfasst Wahrnehmung, Wiederholungskontakte sind ein Prozesssignal. Außerdem kann ein Durchschnitt einzelne problematische Kontaktgründe verdecken. Deshalb sollten Verteilung, offene Begründungen und Prozessdaten gemeinsam geprüft werden.

Darf man CES-Werte verschiedener Kontaktgründe vergleichen?

Nur vorsichtig. Frage, Skala, Polung und Berechnung müssen identisch sein, und die Aufgaben sollten ähnlich komplex sein. Häufig sind Vergleiche innerhalb desselben Kontaktgrunds über die Zeit aussagekräftiger.

Wie lässt sich Aufwand senken, ohne Sicherheit oder Qualität zu schwächen?

Entferne bestätigte Doppelungen, unklare Zuständigkeiten und vermeidbare Medienbrüche. Notwendige Prüfungen bleiben bestehen, werden aber verständlich erklärt und möglichst ohne erneute Eingaben gestaltet. Miss CES und Schutz- beziehungsweise Qualitätsindikatoren anschließend gemeinsam.

Zählen öffentliche Kundenbewertungen zum CES?

Nein. Bewertungen sind selbstselektierte öffentliche Rückmeldungen und werden nicht in die CES-Berechnung aufgenommen. Sie können zusätzliche Reibungspunkte beschreiben, bleiben methodisch aber eine getrennte Feedbackquelle.

Wie viele Antworten braucht ein belastbarer CES?

Es gibt keine pauschale Mindestzahl für jeden Anwendungsfall. Aussagekraft hängt unter anderem von Grundgesamtheit, Rücklauf, Streuung und gewünschter Segmentierung ab. Weise die Zahl gültiger Antworten aus und interpretiere kleine Gruppen entsprechend vorsichtig.

Fazit: Weniger Aufwand entsteht im Prozess, nicht im Score

Der Customer Effort Score macht sichtbar, ob ein definierter Weg aus Kundensicht leicht oder anstrengend war. Verbessert wird die Erfahrung jedoch nicht durch die Kennzahl selbst. Erst wenn du unnötige Kundenarbeit lokalisierst, offene Begründungen mit Prozesssignalen abgleichst und eine konkrete Änderung unter vergleichbaren Bedingungen prüfst, wird aus dem Wert eine belastbare Entscheidung.

Öffentliche Bewertungen können zusätzlich auf Reibung hinweisen, die außerhalb des gewählten CES-Messpunkts beschrieben wird. Better Reply unterstützt dabei, wiederkehrende Themen und Stimmungen in diesen Rückmeldungen sichtbar zu machen. Die Bewertungen bleiben dabei eine eigenständige, selbstselektierte Feedbackquelle und ersetzen weder die CES-Befragung noch operative Prozessdaten.

Wiederkehrende Servicehürden in Bewertungen erkennen

Bündele spontan beschriebene Reibungsthemen aus Kundenbewertungen und ergänze damit dein Lagebild aus Befragungen und Prozessdaten.

Servicehürden in Kundenbewertungen analysieren
Über den Autor
Tim Burghardt
Tim Burghardt

Als Gründer von Better Reply beschäftigt er sich mit der Analyse von Kundenbewertungen und lokalem Reputationsmanagement. Aus hunderten Gesprächen mit Unternehmen kennt er die Herausforderungen von Filialisten aus der Praxis und zeigt, wie sich Kundenfeedback in konkrete Erkenntnisse für einzelne Standorte übersetzen lässt.

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